„Gezielt fördern – nachhaltig profitieren“ – so lautete das Motto des diesjährigen Internationalen Arbeitsmarktgesprächs auf der IBO. Bei der Veranstaltung von EURES BODENSEE und der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg stand die Frage, wie aus gering qualifizierten ArbeitnehmerInnen gut und zeitgemäß ausgebildete MitarbeiterInnen werden können, im Mittelpunkt.
Peter Kuratli, Präsident von EURES BODENSEE und Leiter des Amts für Wirtschaft und Arbeit St. Gallen, betonte, dass es in der Bodenseeregion über die Ländergrenzen hinweg eine gute Arbeitsmarktsituation gibt und vor allem Fachkräfte gesucht seien. Nur: Wie den Bedarf decken? Durch eine Nach- und Weiterqualifizierung von gering Qualifizierten und Älteren, lautet ein Rezept.
Geringes Interesse
Doch das ist leichter gesagt als getan, wie die Hauptreferentin, Dr. Carolin Bischoff, Geschäftsführerin von Südwestmetall Bodensee-Oberschwaben, ausführte. Sie nannte aus der Praxis Gründe, weshalb eine Nachqualifizierung von An- und Ungelernten nicht erfolgt. Dazu gehören etwa eine hohe Auslastung der Betriebe (keine Freistellung möglich), die hohen Kosten der Weiterbildung sowie Bedenken auf Seiten der MitarbeiterInnen (geringes Interesse). Dabei sind laut Bischoff die Vorteile für eine Nachqualifizierung von An- und Ungelernten offenkundig: Fehlende Fachkräfte werden ausgebildet, MitarbeiterInnen gebunden, Beschäftigung gesichert und die Arbeitsqualität verbessert.
Im Anschluss daran geben Arbeitsmarktexperten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein einen Überblick über die Situation und Maßnahmen in ihren Ländern.
Fördertöpfe voll
Am Förder-Geld kann das geringe Interesse nicht liegen, erklärte Jutta Driesch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg. Dafür stehen der Agentur allein rund 40 Millionen zur Verfügung. Zudem würden die Unternehmen nicht nur mit Förderungen und Programmen (z.B. „WeGebAU“) sondern auch mit Beratung nachhaltig unterstützt.
Walter Abderhalden, Amt für Wirtschaft und Arbeit St. Gallen, konstatierte für die Schweiz eine ähnliche Entwicklung. So sei das Interesse an entsprechenden Programmen nicht gerade überwältigend. Auf die größte Resonanz beim Weiterbildungsangebot würden die Deutschkurse stoßen.
Zur (Weiter-)Qualifizierung werden in Vorarlberg eine ganze Reihe von Kursen, Förderungen und speziellenb Qualifikationsma ßnahmen angeboten, wie Bernhard Bereuter, stellv. Landesgeschäftsführer AMS Vorarlberg, berichtete. Das fängt bei der Möglichkeit zum Nachholen des Hauptschulabschlusses und der Ausbildungen im überbetriebliche Ausbildungszentrum Vorarlberg an und reichte über eine Pflegestiftung bis hin zu einer Qualifizierungsf örderung für Beschäftigte.
„Wir haben mehr Förderprogramme als Arbeitslose“, erklärte demgegenüber Markus Bürgler, Leiter AMS Liechtenstein, zur Situation im Fürstentum. Für gering Qualifizierte gibt es in Liechtenstein aber eine besondere Frühinterventionsstrategie: Innert 24 Stunden gibt es ein Erstgespräch, danach erfolgt eine Anmeldung bzw. Bewerbung auf der AMS-Homepage und innerhalb von fünf Arbeitstagen eine Teilnahme am „start up“-Programm.
Rückblick auf EURES Veranstaltungen
Change Management - Veränderung gestalten
unter diesem Motto stand das 9. Treffen des Bodensee Personalleiternetzwerks in Triesen/Liechtenstein. Zum Thema referierte Prof. Dr. Thomas Böttcher/Konstanz.
"Personalrekrutierung mit Social Media" war das Thema des diesjährigen Treffens des Bodensee-Personalleiternetzwerks, welches in Konstanz stattfand. Dabei wurden rege verschiedenste Aspekte der neuen Medien für die Personalarbeit diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und Strategien aufgezeigt.
PersonalleiterInnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein verfolgten zunächst ein Input-Referat von Prof. Dr. Armin Trost, woraufhin dann in zwei Kleingruppen spezifischen Fragestellungen nachgegangen wurde.
Eine positive Bilanz zog die grenzüberschreitende Arbeitsmarktinitiative "EURES BODENSEE" auf ihrer Jahrestagung in Feldkirch. Infos für Grenzgänger, Arbeitsmarktschiff, internationales Arbeitsmarktgespräch auf der IBO, Personalleiternetzwerk, Jobbörsen und Arbeitsmarktstudien - all dies sind "eindrückliche Hightlights" der vergangenen wie künftigen Arbeit der Initiative, betonte Johannes Rutz, Präsident von EURES BODENSEE.
Der Vorarlberger Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser unterstrich in seiner Begrüßungsansprache die Wichtigkeit einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bodensee-Raum. Johannes Rutz ließ anschließend das vergangene Arbeitsjahr Revue passieren. Zu den Highlights zählten + die Grenzgängerbroschüre ("unser Bestseller"), die bereits in 7. Auflage erschienen ist und sich ungebrochener Attraktivität erfreue. Wie die künftige Form dieser "Infos für Grenzgänger" aussehen wird, stehe jedoch "momentan noch in den Sternen." + das Arbeitsmarktschiff mit über 500 Besuchern, das bereits einen Nachahmer mit dem "Gesundheitsschiff" gefunden habe, + der Grenzgänger-Info-Tage, wie der in Feldkirch, + das internationales Arbeitsmarktgespräch auf der IBO zum Thema "Erwerbsformen im Wandel" mit Rekordbesuch und starkem Medienecho, + das Personalleiternetzwerk (Netzwerk der Personalchefs von größeren Firmen rund um den Bodensee), + die Jobbörsen unter dem "zügigen Titel " "Winter im Schnee – Sommer am See" am nördlichen Bodenseeufer sowie am Arlberg mit 220 TeilnehmerInnen und + das Arbeitsmarktmonitoring, das mit seinen Arbeitsmarktberichten und Statistiken den "Durchbruch geschafft hat".
Attraktiver Standort
In dem Zusammenhang erinnerte Rutz vor allem an zwei Studien, die ein großes Medienecho ausgelöst haben: + "Leistungen für Arbeitslose in der Bodenseeregion – ein internationaler Vergleich", + "Grenzgänger in der Regio Bodensee 2010". Die darin konstatierte Zunahme der GrenzpendlerInnen im Bereich von EURES BODENSEE auf 47.000 Personen lässt sich laut dem EURES-Präsidenten durch die Einführung der vollen Personenfreizügigkeit der Schweiz und die gute Wirtschaftslage erklären: Und: "Sicherlich hat auch die sehr gute Informationstätigkeit unserer Grenzpartnerschaft zur wachsenden Mobilität beigetragen." Mit einem Blick auf Gesamt-Europa zeigt sich, dass rund 45 Prozent aller europäischen GrenzpendlerInnen (800.000) in den 4 Mitgliedsstaaten von EURES BODENSEE arbeiten. "Unsere 4 Länder sind also alle außerordentlich begehrte Zupendlerländer. Das spricht für die wirtschaftliche Potenz und Prosperität von Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz", so Rutz.
Grundangebot verbessern
"EURES-BODENSEE - noch nie war es so wertvoll wie heute", erklärte Wolfgang Himmel, Koordinator der grenzüberschreitenden Initiative, in der 25 Arbeitsmarktverwaltung und Sozialpartner-Organisationen rund um den Bodensee zusammen arbeiten, in seinem Bericht. Zugleich betonte der Koordinator, dass es weiterhin alle Anstrengungen brauche, den bisher erlangten Standard des Grundangebots - Beratungen, Broschüren, Fachtagungen, Info-Center, Info-Tage, Netzwerke - aufrecht zu erhalten und strukturell zu verbessern.
Erfreulich sei, "dass wir unsere personelle Basis stetig verbreitern konnten" und beispielsweise der Kanton Zürich jetzt drei EURES-Beraterinnen ausbilden lasse. Unerfreulich sei hingegen, "dass es in den letzten Jahren nicht gelungen ist, die finanzielle Liquidität abzusichern".
Neue Herausforderungen
Die allein im letzten Jahr feststellbaren Veränderungen und Tendenzen in Europa würden EURES BODENSEE vor große Herausforderungen stellen. So verliere das Europa der Regionen gegenüber dem der Nationalstaaten an Boden, die Mobilität finde verstärkt nicht in den Grenzregionen, sondern transnational statt, was tiefgreifende Auswirkungen für die Grenzpartnerschaft am Bodensee habe. Hierauf wie auf andere wichtige Fragen (u. a. passgenaue Maßnahmen für das Matching von offenen Stellen und Jobsuchenden, eine noch bessere Abstimmung des Beratungsangebots auf die Bedürfnisse der Zielgruppen) gelte es Antworten und praxisnahe Lösungen zu finden. Dazu fand im Anschluss an die Berichte eine interessante Präsentation des Services für Grenzgänger in der Öresundregion (Dänemark-Schweden) und ein Podiumsgespräch statt.
"Familienfreundlichkeit im Unternehmen" – zu diesem Thema fand in Bad Horn das jüngste Treffen des Bodensee-Personalleiternetzwerks statt. Das einhellige Ergebnis lautete "Zukunftsorientierte Unternehmen sind familienfreundlich!" PersonalerInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden dabei mittels einem Impulsrefrat und Best-Practice-Beispielen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich informiert. Anschließend wurde das für Unternehmen immer wichtiger werdende Thema in Gesprächen noch weiter vertieft.
Ganz im Zeichen der Verbreiterung und Vertiefung stand die jüngste Jahrestagung der Grenzpartnerschaft EURES BODENSEE in Schaffhausen. Die 26 PartnerInnen zählende Initiative hat sich als "Kompetenzzentrum für arbeitsmarktliche Fragen der grenzüberschreitenden Beschäftigung im Bodenseeraum" etabliert, wie EURES-Präsident Johannes Rutz (Leiter des Amts für Arbeit St. Gallen), in seiner Ansprache betonte.
Weitere Wesensmerkmale seien die Innovation und gute Vernetzung, so Rutz. Sichtbarer Ausdruck davon sind die regelmäßig stattfindenden Info-Tage, die aktuellen Broschüren 'Infos für Grenzgänger' und 'Unternehmen ohne Grenzen' und allen voran die in den Ländern Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein aktiven EURES-BeraterInnen.
Nach der Begrüßung durch Thomas Feurer, Schaffhauser Stadtpräsident und Vivian R. Biner, Leiter des Schaffhauser Arbeitsamts, wurde über aktuelle Themen in der EURES Arbeit (Erfahrungsberichte von EURES-BeraterInnen und dem Info-Center) und über andere europäische Mobilitätsprogramme (xchange, Go.for.europe / Leonardo da Vinci und Jugend in Aktion - Europäischer Freiwilligendienst) informiert und diskutiert. Die wieder gut organisierte Jahrestagung von EURES BODENSEE endete am 2. Tag mit beeindruckenden und informativen Besuchen in Schaffhausener Betrieben (Wibilea Lehrwerkstatt, SIG Immobilien, Moser & Cie. Uhrmanufaktur).
Als aktuell, brisant und spannend erwies sich das internationale Arbeitsmarktgespräch zum Thema "Mit Bildung gegen Fachkräftemangel†auf der IBO in Friedrichshafen. Es muss kräftig in die Bildung und Weiterbildung investiert werden und zwar möglichst rasch, wenn dem auch in Zukunft drohenden Engpass bei den Fachzkräften wirkungsvoll entgegengewirkt werden soll. Dies betonte Prof. Dr. Dr. Joachim Möller in seinem Vortrag. Möller umriss darin die Trends und Erfordernisse auf dem Arbeitsmarkt ebenso auf wie mögliche Strategien zur Erschließung von Personalreserven. Ergänzt und abgerundet wurde das sehr gut besuchte internatiolnale Arbeitsmarktgespräch von EURES BODENSEE und der Agentur für Arbeit Ravensburg durch Referate über die aktuelle Arbeitsmarktsituation in den Ländern Deutschland, Schweiz, Liechtenstein und Österreich. Gabriele Kreiß (Ravensburg), Johannes Rutz (St. Gallen), Markus Bürgler (Vaduz) und Anton Strini (Bregenz) informierten dabei u. a. auch über die jeweiligen Schwerpunktmaßnahmen ihrer Arbeitsmarktverwaltungen zur Verbesserung der beruflichen Qualifikationen.
Gewaltiger Ansturm auf den EURES-Infotag für GrenzgängerInnen in Konstanz: Über 250 Interessierte waren gekommen, um sich aus erster Hand u. a. über Jobs und Verdienste sowie die sozialen Systeme und die Steuern in der Schweiz zu informieren. Für die fachkundigen EURES-BeraterInnen gab es kaum eine Verschnaufpause – so groß war die Nachfrage nach Informationen.
Trotz der teilweise langen Wartenzeiten, war der größte Teil der BesucherInnen mit den Auskünften zufrieden: "Toll, dass es so etwas gibt", lautete eine der Reaktionen. Aufgrund des offensichtlich großen Bedarfs soll es nun auch im Oktober noch einen weiteren Infotag von EURES BODENSEE geben.
PersonalleiterInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz diskutierten über die Wirtschaftskrise und die Arbeitsmarktentwicklung im Bodenseeraum
KONSTANZ - Die aktuellen Trends auf dem Arbeitsmarkt und die besonderen Herausforderungen in der heutigen Personalarbeit standen im Mittelpunkt des 6. Treffens des Bodensee Personalleiternetzwerkes. "2010 schwächt sich der Arbeitsplatzverlust zwar ab, zu einer leichten Zunahme der Stellenzahl kommt es aber erst Mitte 2011" resümierte der international renommierte Wissenschaftler und Leiter der Konjunkturforschungsstelle in Zürich, Prof. Dr. Jan-Egbert Sturm, der zuvor über die Folgen der Wirtschaftskrise und die Arbeitsmarktentwicklung im Bodenseeraum referierte.
In Anschluss an den Vortrag wurden von den TeilnehmerInnen dann noch Themen und Herausforderungen wie Krisenkommunikation, die Möglichkeiten einer "Bodensee Auffanggesellschaft" und dezentrale Weiterbildungsbudgets intensiv diskutiert.
Das Personalleiternetzwerk BODENSEE ist eine Plattform zum Gedankenaustausch zwischen Personalverantwortlichen in der internationalen Bodenseeregion. Ziel ist es, das Wissen der Unternehmen über den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt zu erweitern und ein persönliches Netzwerk über die Grenzen hinweg aufzubauen. Die halbjährlich stattfindenden Treffen berücksichtigen die spezifischen grenzüberschreitenden Fragestellungen der Personalsuche, Personalgewinnung, Personalentlohnung und Personalrecht.
Gewaltiger Ansturm auf das "Arbeitsmarktschiff" am Bodensee: Über 400 Interessierte nutzten das Angebot, sich über die Arbeits- und Lebensmöglichkeiten im benachbarten Ausland zu informieren.
Das "Arbeitsmarktschiff" in Bildern Dazu können Sie die folgenden Presseberichte als PDF downloaden:
70 GrenzgängerInnen und Interessierte nutzten den EURES-Infotag in Vaduz, um sich über die Themenbereiche Arbeit, Soziales, Steuern und Pensionen beraten zu lassen. Dazu standen ihnen über 20 ExpertInnen aus Liechtenstein, der Schweiz und Vorarlberg kostenlos Rede und Antwort. Veranstaltet wurde der Infotag vom AMS Liechtenstein gemeinsam mit EURES BODENSEE.
Als "Renner" entpuppte sich das "Arbeitsmarktschiff" von EURES BODENSEE und der Agentur für Arbeit Ravensburg. Über 200 Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich von EURES-BeraterInnen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich kompetent aus erster Hand informieren zu lassen.
Premiere auf dem Wasser: Erstmals bietet EURES BODENSEE am 23. September 2008 eine Info- und Beratungsfahrt auf der "Euregia" an. Auf der Fahrt zwischen Friedrichshafen und Romanshorn können sich Interessierte über Jobs und Ausbildungs-Möglichkeiten in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein aus erster Hand informieren.
"EURES BODENSEE entfaltet eine erfreuliche Dynamik" – so die Bilanz von Johannes Rutz, Präsident von EURES BODENSEE anlässlich der Jahrestagung der grenzüberschreitenden Arbeitsmarktinitiative in Rorschach. Das Serviceangebot sei nicht nur stark gefragt, sondern werde auch kontinuierlich aktualisiert und ausgebaut, so Rutz. Highlights im Herbst 2008: Erstmals eine Beratungs- und Informationsfahrt auf dem Bodensee und eine Studie über die "Chancen für Geringqualifizierte" im Bodenseeraum.
Wenn die Rahmenbedingungen stimmen: Gute Arbeitsmarktchancen für Frauen!
FRIEDRICHSHAFEN (EURES BODENSEE) Wie sehen die Chancen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt in der Bodenseeregion aus? Dieses für die Zukunft wichtige Thema stand im Mittelpunkt des Internationalen Arbeitsmarktgesprächs auf der IBO, das EURES BODENSEE und die Agentur für Arbeit Ravensburg gemeinsam veranstalteten. Ergebnis: Die Chancen sind durchaus gut – wenn die Rahmenbedingungen für die Frauen passen.
Die Chancen für Frauen am Arbeitsmarkt – das ist wie Dr. Christoph Jenny, CO-Präsident von EURES BODENSEE, eingangs der Veranstaltung betonte ein nicht nur wirtschaftlich wichtiges, sondern ein gesellschaftlich brisantes Thema. Das bestätigte dann auch die Referentin, Kathrin Wirz vom Kompetenzzentrum Integration, Gleichstellung und Projekte des Kantons St. Gallen in ihrem Vortrag. Die Ausgangssituation sei dabei für die Länder rund um den Bodensee im Großen und Ganzen gleich:
Die Geburtenzahlen sinken und ziehen einen Arbeitskräftemangel nach sich, der die Wirtschaft zwingt, Potenziale von Frauen, älteren Menschen und MigrantInnen zu suchen;
Der Anteil der älteren Arbeitskräfte an der Erwerbsbevölkerung nimmt zu.
In technischen Berufen, IT und in der Pflege gibt es einen Mangel an Fachkräften.
Die Situation der Frauen auf dem Arbeitsmarkt zeigt laut Wirz, dass es trotz einer guten und qualifizierten Ausbildung den Frauen nicht gelungen ist, sich im Arbeitsmarkt entsprechende Positionen zu sichern:
Frauen sind also nicht entsprechend ihrer Ausbildung in Führungspositionen vertreten.
Es gibt noch immer eine beträchtliche Lohndiskriminierung der Frauen.
Es bestehen weiterhin Hindernisse für Frauen, sich beruflich gleich wie die Männer zu entwickeln. Noch immer müssen sich Frauen die Frage "Kinder oder Karriere?" stellen. Sie sind es nach wie vor, die Kinder betreuen und Teilzeit arbeiten.
Erfolgreiches drittes Treffen des Bodensee-Personalleiternetzwerks
ERMATINGEN - "Motivation durch incentives? – dieses Thema stand im Mittelpunkt des bereits dritten Treffens des Bodensee-Personalleiternetzwerks in Ermatingen. Über 50 PersonalleiterInnen aus namhaften Firmen der Bodenseeregion diskutierten dabei mit Professor Dr. Martin Hilb (Universität St. Gallen).
Die IHK Thurgau und EURES BODENSEE hatten dieses Mal in das Tagungszentrum Wolfsberg in Ermatingen eingeladen, mit dem Ziel die PersonalleiterInnen der Region zu vernetzen und so den Standort Bodensee langfristig auf dem weltweiten Arbeitsmarkt zu stärken und den regionalen Arbeitsmarkt transparenter zu gestalten.
"Die Veranstaltung hat sich bewährt und gehört bei den PersonalleiterInnen schon zum festen Programm", freut sich Gastgeber Christoph Lanter von der IHK Thurgau. "Die Personalleiter finden vor allem den Mix aus theoretischen Inputreferaten und gegenseitigem Wissens- und Erfahrungsaustausch spannend", so Lanter weiter.
Das nächste Treffen wird im Frühjahr 2008 stattfinden..
Der Infotag für GrenzgängerInnen in Radolfzell war ein voller Erfolg. Über 230 BesucherInnen nutzen die Möglichkeit, sich vor Ort von ExpertInnen beraten zu lassen.
Der Infotag war von der Agentur für Arbeit Konstanz gemeinsam mit EURES BODENSEE im Radolfzeller Innovations- und Technologiezentrum durchgeführt worden. Gleich zu Beginn herrschte großer Andrang. Vor den Beratungstischen bildeten sich Warteschlangen - so gefragt waren die Infos aus erster Hand zu den Themenbereichen Arbeit, Krankenversicherung, Rente, Familienleistungen und Steuern.
Steuerinfos stark gefragt
Die 20 ExpertInnen aus Deutschland und der Schweiz hatten alle Hände voll zu tun, um die Fragen der Interessierten zu beantworten. Besonders gefragt waren Auskünfte über die Steuern in Deutschland (hier gab es bis nach 20 Uhr noch Warteschlangen), die Arbeitssuche in der Schweiz und die Rentenversicherung. Der Infotag kam bei den BesucherInnen sehr gut an. Es wurde zugleich mehrfach der Wunsch nach einem Grenzgänger-Infotag 2008 in Singen geäußert.
Im Rahmen des Projektes "Vermittlung von Arbeitskräften im Tourismus" wurde eine EURES-Studienreise nach Vorarlberg organisiert.
Zum Hintergrund: Der Tourismus zählt zu jenen Bereichen im expandierenden Dienstleistungssektor, der in den vergangenen Jahren besonders viele neue Arbeitsplätze schaffen konnte. Ziel der Arbeitsagenturen im Bodenseeraum ist es, die Beschäftigungsmöglichkeiten im Tourismus bestmöglich zu nutzen. In Vorarlberg bietet die Tourismusbranche hervorragende Arbeitsbedingungen mit einem hohen Lohnniveau, erstklassiger Unterbringung für die MitarbeiterInnen und gute Rahmenbedingungen. Das Arbeitsmarktservice Vorarlberg unterstützt die Unternehmen bei der Suche nach passenden MitarbeiterInnen und möchte deshalb die Vermittlungspartnerschaften mit den Agenturen für Arbeit im Bodenseeraum weiter intensivieren.
Verstärkte Zusammenarbeit
Das EURES-Projekt "Vermittlung von Arbeitskräften im Tourismus" hat es sich laut dem Leiter des AMS-Service für Unternehmen, Bernhard Bereuter, deshalb auch zur Aufgabe gemacht, die BeraterInnen in den Arbeitsagenturen der Bodenseeregion über die Arbeitsmöglichkeiten im Vorarlberger Tourismus zu informieren und dahingehend zu schulen, dass unbürokratisch und rasch auf die wechselnde Nachfrage im Tourismusbereich reagiert werden kann.
Gespräche vor Ort
Am 19. und 20.September konnten sich für das Hotel- und Gastgewerbe zuständige BeraterInnen aus dem Bodenseegebiet in Vorarlberg vor Ort selbst ein Bild von den Arbeitsbedingungen und den Anforderungen im Tourismusbereich machen. Konkret führte die Studienreise Gisela Wittler (Agentur für Arbeit Überlingen), Nina Conle (AA Konstanz), Evelin Troll (AA-Geschäftsstelle Wangen), Antje Beller (AA Friedrichshafen), Matilda Stolcic und Björn Patzer (AA Lindau) in den Bregenzerwald, auf den Arlberg und in das Montafon, wo sie die Möglichkeit erhielten, mit den UnternehmerInnen im Gastgewerbe zu sprechen.
Außerdem konnte man sich bei Hubert Salzgeber, Geschäftsführer der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, über die speziellen Rahmenbedingungen in Vorarlberg informieren. Begleitet wurden die TeilnehmerInnen der Studienreise von den AMS-EURES-BeraterInnen Dietmar Müller, Karin Burtscher und Thomas Hirschbühl.
"EURES BODENSEE hat eine erfreuliche Dynamik entfaltet" – dies stellte Präsident Johannes Rutz in seinem Rückblick auf die EURES-Aktivitäten anlässlich der traditionellen Jahrestagung im Rathaus Vaduz fest. Im Mittelpunkt des Treffens, das erstmals im Fürstentum Liechtenstein stattfand, standen neben Rückblicken auf die geleistete Arbeit vor allem auch Diskussionen über neue Aktivitäten.
Das grenzüberschreitende Netzwerk von Arbeitsmarktverwaltungen, Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen aus den Ländern Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein tagte erstmals im Fürstentum, wo die TeilnehmerInnen vom Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Dr. Klaus Tschütscher herzlich begrüßt wurden. Es sei sehr wichtig, dass ArbeitnehmerInnen wie ArbeitgeberInnen kompetentes Wissen einfach und schnell zur Verfügung gestellt bekommen. Diese würden ihr Wissen grenzüberschreitend zur Verfügung stellen und damit zum Wachstum der Region beitragen. Daher dürfte ihnen nicht zuusätzliche Steine in den weg gelegt werden, so der Regierungscherf-Stellvertreter Tschütscher. Mit der seit diesem Jahr bestehenden Vollmitgliedschaft von Liechtenstein in der Grenzpartnerschaft "sind wir zu einem 4-Länder-Verbund geworden", freute sich auch EURES-Präsident und Leiter des Amts für Arbeit des Kanton St. Gallen, Johannes Rutz. In seinem Rückblick betonte Rutz weiter, dass EURES BODENSEE "zu einer kraftvollen Organisation für einen grenzenlosen Arbeitsmarkt der Region Bodensee, gewissermaßen das Kompetenzzentrum für grenzüberschreitende Fragen des Arbeitsmarktes" geworden sei.
5-Stern-Service
Die wichtigsten Aktivitäten in Stichworten: Info-Tage für GrenzgängerInnen in Schaffhausen und Vaduz, Treffen von Personalleitern, Tagung über die "Zukunft der Arbeit im Bodenseeraum", Zukunftskonferenz, internationales Arbeitsmarktgespräch auf der IBO, Tagung der Arbeitgeber-Kontakt-BeraterInnen sowie Workshops zur beruflichen Wiedereingliederung und zu den neuen Studienabschlüssen. Alles in allem handelt es sich um Dienstleistungen, die laut Rutz unter dem Begriff "5-Stern-Service" zusammengefasst werden können: 1. Broschüren (u. a. Infos für Grenzgänger, Unternehmen ohne Grenzen), 2. Informationstage für GrenzgängerInnen, 3. Fachtagungen, 4. Netzwerke (z. B. Eures-Berater), 5. Monitoring (Statistische Plattform als Grundlage unserer Arbeit).
Über den Zaun denken
Bei der Jahrestagung aber gehe es nicht nur darum, zurückzublicken, sondern vor allem auch vorwärts zu blicken, betonte Rutz weiter. "Wir müssen uns immer wieder fragen, was könnten wir noch mehr tun, wo haben wir Defizite, wo gäbe es neue Ideen?" Das werde u. a. in einem "Ideen-Workshop" auf der diesjährigen Jahrestagung getan. Wichtig sei auch, den demographischen Wandel und seine Auswirkungen auf die Region zu beobachten, Mobilitätshindernisse zu erfassen und auswerten, den Informationsaustausch mit den benachbarten Grenzpartnerschaften transtirolia, interalp und Oberrhein zu verstärken und die "Vernetzung der Region" voranzutreiben. Die Kernaufgabe von EURES BODENSEE sei es nach wie vor "über den Zaun zu denken", so Rutz.
"Bleiben gefordert"
Wolfgang Himmel, Koordinator von EURES BODENSEE, ergänzte den Rückblick. Es sei in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet worden. Doch bei "allem Stolz dürfen wir uns nicht zurücklehnen". Es gelte daher, die Stärken und Schwächen, aber auch die Risken und Chancen der Partnerschaft genau zu analysieren. Weiter solle gemeinsam angeschaut werden, welche Projekte weiter geführt und welche neuen Ideen aufgegriffen und umgesetzt werden sollten bzw. könnten.
Neue Ideen und Projekte
Dazu gehöre – so Himmel – der Info-Center EURES BODENSEE. Aufmerksam verfolgt werde auch das Projekt einer regionalen europäischen Stellenbörse. Vorgestellt und im Rahmen von Workshops diskutiert wurden schließlich auf der Jahrestagung auch zwei ganz neue Projekte – "Chancen für Geringqualifizierte" von Amosa (Arbeitsmarktbeobachtung Ostschweiz) und die Jugendinitiative "Rheinspringen".
Am 2. Tag der EURES-Jahrestagung stand eine interessante Betriebsbesichtigung mit Diskussion bei der weltweit tätigen Firma Swarovski in Triesen auf dem Programm.
Ein voller Erfolg war der erste "Info-Tag für GrenzgängerInnen" in Vaduz. 140 Interessierte nutzten die Gelegenheit, um sich bei den ExpertInnen zu informieren.
Auf der IBO Friedrichshafen fand das traditionelle Internationale Arbeitsmarktgespräch zum Thema "Chancen für Geringqualifizierte" statt. Es war eine gut besuchte und hoch interessante Veranstaltung.
Die Einladung zur Zukunftskonferenz über "Mobilität – in den Köpfen und auf Rädern – in der internationalen Bodenseeregion", 8. Mai, Kreuzlingen/CH).
Zur Förderung der Vermittlung und Unterstützung von grenzüberschreitenden Arbeits- und Ausbildungsstellen fand ein Treffen des Ausbildungsleiter-Netzwerkes von EURES BODENSEE statt. Deutsche, Schweizer und Vorarlberger Mitglieder des Ausbildungsleiter-Netzwerkes von EURES BODENSEE informierten sich bei dem Treffen in den Lernzentren in Heerbrugg/CH ganz konkret über die Besonderheiten in der Berufsausbildung im Schweizer Nachbarland.
"Niedriglöhne - Mindestlöhne" - mit diesem aktuellen Thema setzte sich eine internationale EURES-Tagung im Gewerkschaftssaal in Bregenz auseinander. Mehr als 40 TeilnehmerInnen aus den Ländern Deutschland, Schweiz, Liechtenstein und Vorarlberg erhielten dabei einen guten und informativen Einblick in die Situation der Bodenseeanrainer-Staaten.
Konkret informierten
- Sabine Rudigier, ÖGB Vorarlberg über eine aktuelle Studie zu den unterschiedlichen Einkommen von Frauen und Männern in Vorarlberg,
- Andreas Rieger, UNIA Bern, über die Hintergründe und Erfolge der Initiative "Keine Löhne unter 3000 Franken in der Schweiz",
- Albert Jehle, Liechtensteiner ArbeitnehmerInnenverband, über die Situation nach der Aufkündigung der Gesamtarbeitsverträge im Fürstentum und die Bemühungen um eine Lösung gegen Lohndumping,
- Dr. Claus Schäfer (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf) über die positiven Erfahrungen mit gesetzlichen Mindestlöhnen in vielen europäischen Ländern und die aktuelle Diskussion in Deutschland darüber,
- Georg Kovarik, Volkswirtschaftliches Referat des ÖGB, über die anders liegende Situation in Österreich, wo alljährlich über 540 Kollektivverträge für 95 Prozent der Beschäftigten ausgehandelt werden.
In der Diskussion wurden unter Leitung von Katrin Distler, DGB, dann Themen wie Lohndumping und vor allem auch der Kampf gegen die Schwarzarbeit diskutiert.
Romanshorn 19.10.2006 - Das Kennenlernen sowie das Abstecken der Ziele und Aufgaben des Netzwerkes standen im Mittelpunkt des ersten Treffens der PersonalleiterInnen der Bodenseeregion in Romanshorn. Für die Veranstalter, die IHK Thurgau und EURES BODENSEE, ein schöner, ermutigender Erfolg.
Die 50 TeilnehmerInnen aus allen Anrainerstaaten diskutierten in wechselnden Kleingruppen intensiv die Herausforderungen der internationalen Personalrekrutierung. In dem Zusammenhang sollen künftig vor allem die Integration von neuen MitarbeiterInnen und die Aufbesserung des Images der Region im Netzwerk angegangen werden.
Erster Europa-Infotag am 25.10.2006 in Schaffhausen
Der erste Europa-Infotag in Schaffhausen war ein voller Erfolg: Mehr als 150 Interessierte nutzen die Gelegenheit, im Haus der Wirtschaft u. a. Steuer-, Ausbildungs-, Renten- und Sozialversicherungsfragen durch ExpertInnen beantwortet zu kommen. "Eine sehr gute Idee" und "eine nützliche Veranstaltung mit reichhaltigen Informationen", lauteten die Reaktionen der BesucherInnen.
EURES BODENSEE: Jahrestagung 28./29.09.2006 in Bludenz
Service und Informationen für ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen im Mittelpunkt
BLUDENZ - Eine Positionsbestimmung für die nächsten Jahre, neue Projekte und die Zusammenarbeit mit anderen Initiativen standen im Mittelpunkt der Jahrestagung von EURES BODENSEE in Bludenz. Ziel des grenzüberschreitenden Netzwerkes ist es, auch künftig einen "5-Stern-Service" für ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen anzubieten.
EURES BODENSEE: Internat. Tagung zu den Verkaufsberufen
Detailhandels-Konkurrenz auf dem Rücken der Beschäftigten
"Ladenöffnungszeiten und Arbeitsbedingungen im Detailhandel rund um den Bodensee" - so lautete der Titel einer Tagung von EURES BODENSEE, die kürzlich in Romanshorn stattfand. Dabei wurde klar, dass in allen Ländern die Stellen im Verkauf immer mehr zu schlecht bezahlten Teilzeitjobs werden.
Friedrichshafen - Was tun gegen die steigende Altersarbeitslosigkeit? Welche Beschäftigungsperspektiven haben ältere ArbeitnehmerInnen in der Bodenseeregion und welche Maßnahmen müssen dafür ergriffen werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Internationalen Arbeitsmarktgespräches, das von der Agentur für Arbeit Ravensburg gemeinsam mit EURES BODENSEE wieder auf der IBO in Friedrichshafen durchgeführt wurde.
Der Zuspruch war enorm. Über 200 GrenzgängerInnen aus Vorarlberg, der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland besuchten den ersten Infotag für GrenzgängerInnen in der AK Feldkirch. Gefragt waren bei den ExpertInnen konkrete Informationen über Arbeiten, Steuern, Soziales und Pensionen in den Nachbarländern. Besonders starker Andrang herrschte bei den Steuerexperten.
Rückblicke auf die geleistete Arbeit und eine Vorschau auf die für 2006/2007 geplanten Projekte standen im Mittelpunkt des Jahrestreffens von EURES BODENSEE in Lindau.
Eine positive Bilanz zog die grenzüberschreitende Arbeitsmarktinitiative "EURES BODENSEE" auf ihrer Jahrestagung in Feldkirch. Infos für Grenzgänger, Arbeitsmarktschiff, internationales Arbeitsmarktgespräch auf der IBO, Personalleiternetzwerk, Jobbörsen und Arbeitsmarktstudien - all dies sind "eindrückliche Hightlights" der vergangenen wie künftigen Arbeit der Initiative, betonte Johannes Rutz, Präsident von EURES BODENSEE.
Der Vorarlberger Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser unterstrich in seiner Begrüßungsansprache die Wichtigkeit einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bodensee-Raum. Johannes Rutz ließ anschließend das vergangene Arbeitsjahr Revue passieren. Zu den Highlights zählten + die Grenzgängerbroschüre ("unser Bestseller"), die bereits in 7. Auflage erschienen ist und sich ungebrochener Attraktivität erfreue. Wie die künftige Form dieser "Infos für Grenzgänger" aussehen wird, stehe jedoch "momentan noch in den Sternen." + das Arbeitsmarktschiff mit über 500 Besuchern, das bereits einen Nachahmer mit dem "Gesundheitsschiff" gefunden habe, + der Grenzgänger-Info-Tage, wie der in Feldkirch, + das internationales Arbeitsmarktgespräch auf der IBO zum Thema "Erwerbsformen im Wandel" mit Rekordbesuch und starkem Medienecho, + das Personalleiternetzwerk (Netzwerk der Personalchefs von größeren Firmen rund um den Bodensee), + die Jobbörsen unter dem "zügigen Titel " "Winter im Schnee – Sommer am See" am nördlichen Bodenseeufer sowie am Arlberg mit 220 TeilnehmerInnen und + das Arbeitsmarktmonitoring, das mit seinen Arbeitsmarktberichten und Statistiken den "Durchbruch geschafft hat".
Attraktiver Standort
In dem Zusammenhang erinnerte Rutz vor allem an zwei Studien, die ein großes Medienecho ausgelöst haben: + "Leistungen für Arbeitslose in der Bodenseeregion – ein internationaler Vergleich", + "Grenzgänger in der Regio Bodensee 2010". Die darin konstatierte Zunahme der GrenzpendlerInnen im Bereich von EURES BODENSEE auf 47.000 Personen lässt sich laut dem EURES-Präsidenten durch die Einführung der vollen Personenfreizügigkeit der Schweiz und die gute Wirtschaftslage erklären: Und: "Sicherlich hat auch die sehr gute Informationstätigkeit unserer Grenzpartnerschaft zur wachsenden Mobilität beigetragen." Mit einem Blick auf Gesamt-Europa zeigt sich, dass rund 45 Prozent aller europäischen GrenzpendlerInnen (800.000) in den 4 Mitgliedsstaaten von EURES BODENSEE arbeiten. "Unsere 4 Länder sind also alle außerordentlich begehrte Zupendlerländer. Das spricht für die wirtschaftliche Potenz und Prosperität von Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz", so Rutz.
Grundangebot verbessern
"EURES-BODENSEE - noch nie war es so wertvoll wie heute", erklärte Wolfgang Himmel, Koordinator der grenzüberschreitenden Initiative, in der 25 Arbeitsmarktverwaltung und Sozialpartner-Organisationen rund um den Bodensee zusammen arbeiten, in seinem Bericht. Zugleich betonte der Koordinator, dass es weiterhin alle Anstrengungen brauche, den bisher erlangten Standard des Grundangebots - Beratungen, Broschüren, Fachtagungen, Info-Center, Info-Tage, Netzwerke - aufrecht zu erhalten und strukturell zu verbessern.
Erfreulich sei, "dass wir unsere personelle Basis stetig verbreitern konnten" und beispielsweise der Kanton Zürich jetzt drei EURES-Beraterinnen ausbilden lasse. Unerfreulich sei hingegen, "dass es in den letzten Jahren nicht gelungen ist, die finanzielle Liquidität abzusichern".
Neue Herausforderungen
Die allein im letzten Jahr feststellbaren Veränderungen und Tendenzen in Europa würden EURES BODENSEE vor große Herausforderungen stellen. So verliere das Europa der Regionen gegenüber dem der Nationalstaaten an Boden, die Mobilität finde verstärkt nicht in den Grenzregionen, sondern transnational statt, was tiefgreifende Auswirkungen für die Grenzpartnerschaft am Bodensee habe. Hierauf wie auf andere wichtige Fragen (u. a. passgenaue Maßnahmen für das Matching von offenen Stellen und Jobsuchenden, eine noch bessere Abstimmung des Beratungsangebots auf die Bedürfnisse der Zielgruppen) gelte es Antworten und praxisnahe Lösungen zu finden. Dazu fand im Anschluss an die Berichte eine interessante Präsentation des Services für Grenzgänger in der Öresundregion (Dänemark-Schweden) und ein Podiumsgespräch statt.